Martin Krist

Böses Kind
Band eins einer Reihe, von der ich den zweiten Band ziemlich begeistert gelesen habe. Auch in diesem Band laufen zwei Geschichten nebeneinander, eine Kriminalgeschichte – ein verschwundenes junges Mädchen muss gesucht werden; Geschichte Nummer zwei: der beschissene Alltag der Mutter dieses Mädchens, Suse – von ihrem Mann verlassen – mit zwei kleinen Gören, dem ständig quengelnden Dennis und dem lieben kleinen Theo und einem Job an der Kasse eines Drogeriemarktes. Welchen Thrillerleser interessiert das, wenn es Seite für Seite um derlei geht. Allerdings, wenn was passiert, ist es besonders grausig und blutig. Zunächst ein Hund, der Hund der Familie, wie ich vermute, dann ein junger Mann – der Freund der verschwundenen Tochter, wie man vermutet, was aber nicht stimmt. Dann der Ehemann und Vater der betroffenen Familie. Alle drei gefoltert und in Kreuzform an eine Wand genagelt. Ein Racheakt in der Baubranche? Da könnte ein Motiv zu finden sein. Denkste. Am hingehuschten Ende wird der Mörder gefasst, wieso der? Sein Motiv? Was geht das den Leser an, fragt sich anscheinend der Autor. Jedenfalls hält er es geheim. Ach übrigens, die Tochter sitzt irgendwann am Küchentisch, zusammen mit ihrem wirklichen Freund, sie hatte die häusliche Misere satt und war abgehauen. Es wäre noch mehr zu bemängeln, ist aber zu kompliziert zu erklären. Ich bin eben erst fertig geworden mit Lesen und ziemlich sauer. Bei Amazon werde ich meine Meinung nicht äußern, da gibt es Rezensionen, bei denen ich mich frage, ob die Leute den Thriller überhaupt gelesen haben.
Nicht empfehlenswert.

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