Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt …

… muss der Prophet zum Berg. Auf diesem Blog hat im Juni 12.947 mal jemand sehen wollen, was ich in Sachen Kirchberg-Krimis so treibe. Vergeblich, denn ich war ja umgezogen – wegen des Datenschutzes. Beim neuen Blog sind nur 407 Klicks angekommen. Das gefällt mir ganz und gar nicht. Ich kehre also zu diesem Blog zurück und liefere das nach, was inzwischen im Juni geschrieben worden ist.
Die Besprechungen von Krimis folgen.

29.06.
Aus Kapitel drei: „Nüchtern betrachtet – was wusste sie eigentlich Konkretes? Ermordet, das dachten auch die Anderen: aber wie? Gift? Darüber war bei den Damen in der unteren Etage spekuliert worden. Und hatte nicht Clara von einer Schwester im Krankenhaus erfahren, dass Wengers Magen ausgepumpt worden war. Da müsste es doch ein eine Notiz in der Krankenakte geben. Und erst recht ein Ergebnis der Analyse des Mageninhalts. Hatte man das einfach so abgelegt, als Wenger dann an einem Herzinfarkt starb. Auch dazu musste es einen Bericht geben. War das einfach so passiert, oder hatte da jemand nachgeholfen, wie Eveline behauptete? Da waren späte Besucher gewesen, ein angeblicher Arzt und die Ehefrau. Wer war der angebliche Arzt. Morgen früh ab in die Pflegeabteilung, sagte sich Ruth und drehte sich in ihrem Bett herum.“

23.06.
Ich bin jetzt auf Seite 51 angelangt. 200 Seiten sind der Umfang des klassischen Kriminalromans, ich bin also auf einem guten Weg.
Gar nicht so gut ist die Lage von Ruth Bergmann, unserer Detektivin wider Willen. Sie ist der Überzeugung, dass Günther Wenger ermordet wurde; ihre Freundin Eveline, die bisher begeistert mitgeraten hat, wer denn der Täter sein könnte, hat aufgegeben. Zwei ältere Herren im Haus am Kirchberg haben gegenüber Ruth die Vermutung geäußert, dass sie Recht haben könnte. Allerdings gehen sie von unterschiedlichen Motiven aus: Bespitzeln, Erpressen und daraufhin Mord, oder Schatten den Vergangenheit: Geheimdienst oder Jugend in der Sowjetunion. Da hat Ruth die Qual der Wahl. Wie soll sie den Fall aufklären? Zur Polizei will keiner der beiden gehen. Warum nicht? Ja, warum nicht?

17.06.
Im Haus am Kirchberg geht ein Gerücht um: Der kürzlich verstorbene Günther Wenger (Sie wissen – der Geheimdienstmann) hat seine Nachbarn bespitzelt und soll den einen oder anderen erpresst haben. In seinem Arbeitszimmer hat man Computer und „so’n Zeugs“ gesehen.
Da liegt der Verdacht nahe, dass jemand dem ein Ende bereitet hat, wörtlich genommen. Wie? Das ist natürlich unklar, denn offiziell ist Wenger einem Herzinfarkt erlege

16.06.
Lokale Bezüge in Krimis finden immer mehr Anklang. Ich vertiefe das gern ein wenig durch die Geschichte der Orte. So berichtet Hilde Wintzig (Sie kennen sie als blass und schmächtig bis mager – aber gebildet; immerhin hatte sie eine Volkshochschule irgendwo im Niederbergischen geleitet) berichtet in der Sitzung des „Geschichtsvereins“ zum Beispiel über den Verlauf des Mauspfades am Rand von Düsseldorf. Nachdem das Gebiet des heutigen Erkrath durchquert war, führt der Weg hinauf in die Gerresheimer Höhen. Warum? Niemand weiß es. Dabei hätte man doch nur dem Lauf der Düssel folgen müssen und wäre in die bequeme Rheinebene gekommen. Dort dann am Rand des Stadtwaldes durch Rath nach Ratingen. In Rath, Düsseldorf-Rath, hat man Funde aus der Zeit ausgegraben, Ruth erinnerte sich an einen Zeitungsbericht darüber.
Ruth kennt die Gerresheimer Höhen aus früheren Wanderungen mit dem Sauerländischen Gebirgsverein und kann sich gut erinnern, wie steil es da auf und ab geht. Heute geht man auf die Höhen um einmal bis Köln gucken zu könnend – man sieht tatsächlich den Kölner Dom!

15.06.
Endlich Zeit gehabt oder genommen, um am Band Nr. vier weiterzuarbeiten. Und gleich entspinnt sich ein Streit zwischen der Heldin Ruth Bergmann und ihrer Freundin Eveline. Ihr wisst doch: Eveline, das ist diese quirlige, fantasievolle, schicke, aber leider alkoholabhängige Person, Mitdetektivin seit Band eins. Sie fühlt sich von Ruth gegängelt, schlecht informiert und überhaupt … Ruth ist verblüfft, erschüttert und sich natürlich keiner Schuld bewusst. Da hilft nur noch Schokolade.

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