Mord am Kirchberg Nummer vier

In der Weihnachtszeit geht das Morden nicht so schnell von der Hand. Aber ich will doch schon einmal den ersten Absatz hier einstellen, sozusagen als Appetithappen.

„Ob der tot ist?“, wisperte Eveline und rückte näher an ihre Freundin Ruth heran.
„Tot? Nein, das glaube ich nicht, das ist doch der Notarzt mit seiner Truppe.“
Ruth Bergmann sah aufmerksam zu, wie die Gruppe von Helfern in rot durch die Glastüren der Empfangshalle des Hauses am Kirchberg verschwand. Die Bahre mit dem tatsächlich leblos erscheinenden Körper schoben die Helfer fachmännisch in den Krankenwagen. Mit einem Seufzer wandte Ruth sich ihrer Freundin zu, die ebenso unverwandt diesem Schauspiel zusah. Dabei war man doch an diesen Anblick gewöhnt in diesem Haus, in dem alte Menschen ihre letzte Heimat gefunden hatten, eine Senioren-Wohnanlage.

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