Jörg Marenski

Rheinstadion
Was wie ein gesellschaftliches Ereignis beginnt, verwandelt sich in eine nie gesehene Katastrophe. Im Hotel Tulip Inn am Rheinstadion Düsseldorf sind bewährte Mitarbeiter einer Versicherungsgesellschaft zusammengekommen. Man sucht sich Plätze mit guter Sicht, will das Fußballspiel Fortuna gegen Dynamo Dresden genießen und hat volle Sicht auf – einen Drohnenangriff. Tote, Verletzte, schreiende Menschen. Zwei Paare, verschwägert, nehmen Anteil, einer bezahlt das mit seinem Leben.
Die ersten Ermittler vor Ort sind die Kommissare Oberle, Micha, Schmitz, Jupp und der junge Jenssen, Juma. Aber das ist offensichtlich ein Fall für den Generalbundesanwalt und das BKA. Federführung hat eine Frau, Dr. Elly Martin. Es gibt das übliche Kompetenzgerangel, aber man respektiert sich.
Gleichzeitig/ungleichzeitig mit der Aufklärung des Falls wird als Geschichte in der Geschichte “Aus der Vorgeschichte“ berichtet. Gekonnt, wie auf den Punkt genau alles zusammentrifft: in der Katastrophe. Hier Düsseldorf, dort Dresden. Dass Aspekte der rechten Art eine Rolle spielen: Düsseldorfer Patrioten, DüPa; dass ein Imam zu Worte kommt, bringt zusätzliche Spannung ins Spiel. Dass aber Oberle eine tiefe Enttäuschung in seinem Privaten erlebt, das wird die weiblichen Marenski-Fans entsetzen.
Die handelnden Personen sind scharf gezeichnet, die neuen wie die „alten“. Sie verursachen Begeisterung oder Ärger, immer aber Anteilnahme. Meine Meinung: Der Band 8 ist der Höhepunkt der Reihe Düssel-Krimis.
Erschienen am 3. August 2016, 11,00 Euro, E-Book 2,99 Euro
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