Archiv der Kategorie: Kurzgeschichten

Was macht der Gärtner auf der sechsten Etage?

Eine berechtigte Frage, nicht wahr? Noch dazu mehrmals die Woche.
Auf meinem Blog „Insiderstories“ gibt es schon einige „Geschichten aus dem Haus am Kirchberg“. Heute habe ich diese neue hinzugefügt. Ich könnte sie auch hier noch einmal hineinkopieren, bin aber faul und setze nur einen Link.
Vielleicht möchten Sie ja auch die anderen Geschichten lesen.

Eine Weihnachtsfeier ?

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„Was ziehst du an?“ Ein Anruf von Margret.
„Natürlich was mit Seide, und Schmuck, endlich mal wieder“, antwortete Gerda.
„OK“
Sie waren zu viert verabredet, Johanna sollte die Plätze freihalten, sie war sowieso immer die Erste bei allen Veranstaltungen. So auch heute. Tapfer verteidigte sie die Plätze gegen den Ansturm, der kurz vor vier einsetzte. Cafeteria und Speisesaal waren zu einer Einheit zusammengefügt worden, es hatten sich fast zweihundert Bewohner des Hauses am Kirchberg zu ihrer jährlichen Weihnachtsfeier angemeldet.
„Na, endlich,“ rief sie, als Irmtraud endlich angerauscht kam. Natürlich auch sie in Samt und Seide. Sie nahm Platz und begutachtete als Erstes das Gebäck, das auf dem Tisch stand. Na, ja. Dann kamen auch Margret und Gerda, sie mussten mit dem Rücken zur Kapelle sitzen. Machte aber nix, sie wollten ja hören. Nun wurde auch Kaffee eingeschenkt, die wievielte Tasse war das heute, fragten sich die Damen. Eigentlich mussten sie vorsichtig sein – mit über siebzig – weit über siebzig.
Der Lautsprecher röchelte, da bereitete sich was vor. Ja, der stellvertretende Direktor rüttelte am Mikrofon, tiptop in schwarz, wie es sich in diesem Haus gehörte. Ein paar warme Worte zur Adventzeit, zum Beschaulichen, zum Traditionellen, zum Besinnlichen und so weiter. Die Glastüren schwangen auf, eine schwarz gewandete junge Dame schwebte herein, die Geige im Anschlag – witzelte Gerda. Aber wirklich schick die Garderobe. Was spielte sie? Was Passendes, keine Ahnung, was – murmelten die Damen; und – der Kaffee ist gut; und – dann kanns ja losgehen.
Es ging los. Mit Schwung. Waren das nicht Zigeunerklänge? Halt – durfte man das sagen: Zigeunerklänge? Margret guckte streng. Aber doch merkwürdig, war das nicht eigentlich eine Weihnachtsfeier? Na, abwarten, das kommt noch. Kam aber nicht. Ein Czardas jagte den anderen. Die Damen sahen sich an, sie waren platt – wie Johanna murmelte. Sie murmelte weiter: „Passen bestens hier ins Haus, die Musiker – alle haben weiße Haare.“ Johanna war stolz auf ihre eigenen weißen Haare.
Der Balkan war abgehakt, nach einer kleinen Atempause wurden Operettenklänge angekündigt.
„Sie dürfen gerne mitsingen,“ forderte der Stehgeier auf und zog noch eben seine Hose hoch. Sah unternehmungslustig aus, fand Johanna, die Sicht auf die Musikergruppe hatte. M i t s i n g e n ? „Sind wir hier bei einem Betriebsfest?“, fragte Irmtraud spitz.
Der Stehgeiger setzte noch einen drauf: “ Sie können auch gerne mittanzen, soweit es der Platz zulässt.“ Irmtraud verließ den Tisch Richtung Toilette, man hörte sie im Nebenraum hysterisch lachen. Das war der Raum, in dem die Rollatoren versammelt waren.

Lesung im Balkhauser Kotten

Das Wetter war novembermäßig und trotzdem kamen interessierte Menschen, um zu hören, was Jörg Marenski und Anne Poettgen (also ich) zu erzählen hatten. Es wird ja nicht nur gelesen. Es sollen sogar eine Handvoll Leute dagewesen sein, die den Kotten vorher nicht kannten. Aber irgendwann wieder kommen wollen, auch ohne Lesung. Es ist aber auch wunderschön dort, direkt an der Wupper. Und innen: alte Häuser, alte Räume haben eine ganz besondere Atmosphäre, so auch hier. Und außerdem gibt’s Andenken zu kaufen: Messer und Scheren – es ist ein Schleiferkotten.

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Das Foto stammt von Petra Marenski

Mit Weinbegleitung

Es müssen nicht immer Kriminalgeschichten sein, hier mal ein Erlebnisbericht:
Mit Weinbegleitung
Die Tische im ansprechend dekorierten Speisesaal waren gut besetzt, es gab etwas Besonderes zu genießen – einen Event. Ein Spätsommermenü mit Weinbegleitung. Teuer zwar, aber die Karte sah verheißungsvoll aus. Also hatten die Begüterten und Unternehmungslustigen in der Seniorenresidenz gebucht und vorab bezahlt.
Der Gruß aus der Küche, etwas Undefinierbares aus dem Meer, aber lecker, wurde von einem Sekt begleitet. Man prostete sich zu am Tisch von Herrn Meier.
Schon wurde der Wein zum ersten Gang eingeschenkt: ein Weißwein-Cuvée, aber von einem renommierten Weingut, Baden, 2012. Ein Kenner am Nebentisch, Herr Müller, ließ verlauten: 2012, na ja. Aber zu Bachkrebsen auf Couscous verzeihlich. Herr Meier hatte die Kritik mitbekommen, teilte sie nicht – die Weine der letzten Jahre waren alle in Ordnung, zumal die aus Baden, teilte er dem gemischten Publikum an seinem Tisch mit.
Eine winzige Pause und schon kamen die Servierinnen mit dem nächsten Wein. Ah, Mosel, Riesling „Alte Reben“, Weingut Soundso. Herr Meier verlas den Text aus der Karte, die sowieso alle zur Hand hatten, deutlich, akzentuiert, mit Betonung auf Alte Reben. Fügte dann hinzu: Die Rebstöcke müssen mindestens 25 Jahre alt sein, damit der Wein diesen Zusatz erhalten kann. Ob das alle wussten, blieb unklar – auch, ob es interessierte: man blickte bereits den Serviererinnen entgegen, die den Seesaibling auftrugen. Das Grüne neben dem Filet war Kressepüree, wie man nachlesen konnte. Es schien allen zu schmecken, Herr Meier drehte sein Glas in der Hand – leer. Aber schon kam eine der jungen Damen auf ihn zu: Darf ich nachschenken? Huldvolles Nicken. Er hatte seine Karte konsultiert und sah zum nächsten Gang kalifornischen Wein auf sich zukommen.
„Das geht aber gar nicht“, trompetete er über den Tisch, „Kalifornischer, noch dazu 2013.“
Es regte sich Widerspruch, auch Herr Müller setzte zu einer Verteidigung des Weines an; seine Frau zupfte an seinem Ärmel, um ihn am Sprechen zu hindern, vergeblich. „Sind Sie inzwischen zum Weinkenner mutiert, lieber Herr Meier?“ Das war recht provozierend. Die Wirkung auf die Tischrunden war unterschiedlich. Einige der Damen kicherten, einige der Herren sahen einen Streit heraufziehen. Jeder bedachte bei sich, auf welche Seite er sich stellen sollte. Beide, Meier und Müller, gehörten zu den Alphamännchen im Haus, die jeweils eine Horde Mitläufer und Abnicker hinter sich hatten. Wobei Männchen nicht der richtige Ausdruck ist, jedenfalls bei Herrn Meier, er reichte an das Format von Bud Spencer, seligen Angedenkens, heran. Allerdings nicht, was den Humor betrifft. Obwohl man bei dem ja auch nicht wusste, ob er im realen Leben tatsächlich so witzig war wie in seinen Filmen.
Nach einiger Überlegung erwiderte Meier: “Mutiert, was soll denn das heißen? Meine Frau und ich haben etliche Weingüter kennengelernt auf unseren Reisen. Und nicht nur in Deutschland. Außerdem wird hier jeder seine Meinung sagen dürfen, nicht wahr, Herr Müller?“
„Weingüter besuchen, das will noch gar nichts heißen“, erwiderte Müller. Schwieg dann aber.
Der Kalifornische wurde eingeschenkt und gleich danach standen die Teller mit Selleriecreme und Porree auf dem Tisch. Das kannte man sonst nur als Suppengrün, na, das hatte auch nichts Besseres als den Kalifornischen verdient. Dekoriert und arrangiert war das grüne Gemüse allerdings ganz ansprechend, übergossen mit Nussbutter. Von den anderen äußerte sich niemand zum Wein. Konnten sie nicht oder wollten sie nicht? Leises Geplauder begleitete diesen vegetarischen Gang, der Zeitgeist führte zu solchen absonderlichen Genüssen oder ist so etwas dem „Event“ geschuldet? Wegen der erforderlichen Abwechslung in einem Menü? Man war sich nicht einig. Über den Wein wurde nicht gesprochen, auch wurde beim Anbieten eines weiteren Schlückchens abgewinkt, man wollte Herrn Meier nicht beschämen.
Der wandte sich jetzt seinen Tischnachbarn zu, seine Stimme hatte an Kraft gewonnen, inzwischen drei Mal Wein und einmal Sekt, das stärkte das Selbstbewusstsein weiter.
„Pinot Noir von der Ahr – zum Fleischgang, wie passend. Trocken selbstverständlich.“
„Finden Sie, dass sich das besser anhört als Grauburgunder, Herr Meier?“ Auch Herr Müller war beflügelt von den bisher genossenen Weinen.
„Es steht nun mal so in der Karte“, antwortete der.
„Und darum frage ich mich, warum Sie es mit Stentorstimme verkünden müssen. Wir können alle lesen, oder?“ Er wandte sich an seinen Tisch und lächelte insbesondere den Damen zu.
Und schon wurde der Ahrburgunder ausgeschenkt, gefolgt vom Hirschrücken. Das war interessanter als der Streit über die Weinkenntnisse. Hirschrücken, fast noch blutig, toll, mit bunten Rübchen und Lorbeerjus. Hatten sie etwa einen neuen Koch im Haus? Mehr oder weniger angeheitert prostete man sich zu, auch über unsichtbare Grenzen hinweg.
„Hirsch muss man aus der Eifel beziehen, woanders her, das geht gar nicht.“ Herr Meier gab weitere Insiderkenntnisse von sich.
„Ach, woher denn diese Weisheit, Herr Meier?“
Der spielte nun eine weitere Karte aus. „Von einem Drei-Sterne-Koch. Hirsch nur aus der Eifel, Lamm nur aus Frankreich.“
Dabei hatte er sein Glas Ahrwein in Richtung auf Müller erhoben und dann mit Aplomb auf den Tisch gestellt. Rotwein geht gar nicht raus – dachten alle Damen. Das Malheur hatte Herrn Meier zurückgeworfen, er schwieg. Müller schwieg auch, aber triumphierend. Einen Augenblick schwiegen alle. Dann bemühte man sich, den Hirschbraten zu genießen, ebenso den Wein, manchen Damen war er zu trocken. Nur geflüstert.
Eine kleine Pause trat ein. Was sagte die Karte? Nachtisch. Ungewöhnlich: Salzkaramelleis, Malt Whiskey mit etwas Exotischem. Das stellte sich später als ganz edler Pudding heraus. Auf der Seite, auf der die Weine standen, war mit dem Ahrwein Schluss. Wie also weiter?
„Zur Nachspeise gehört Champagner.“ Herr Meier hatte sich gefangen, wollte sein Malheur vergessen machen. Die Damen merkten auf. Schön. Da kamen auch schon die Tabletts mit den Glasflöten. Ah. Man trank und es war wie mit des Kaisers neuen Kleidern, niemand wagte zu sagen, dass es schnöder Sekt war.

Lesung im Paul-Schneider-Haus

Das Mord-Karussell
Kein Kaffee mehr da, keine Kaffeesahne. Also raus aus der Burg. So nannte Ursula Beckstein die Seniorenresidenz, in der sie seit drei Jahren wohnte. Raus auf den Markt.
Wenn auf dem Weg nur nicht die dunklen Gänge wären, in denen das Böse lauert. Oder zumindest lauern könnte, dunkel genug ist es ja, zumindest bei grauem Wetter. Drüber donnerte der Verkehr der Sedentaler Straße.

„Hallo Frau Baumberger, auch zum Einkaufen unterwegs?“ Ruth war ein wenig schneller und hatte die mollige Siebzigerin überholt.
„Ja.“
War auch schon mal freundlicher. Aber chic angezogen – doch, das war sie.
Frau Baumberger blieb stehen. „Haben Sie schon gehört?“
Ihre blassblauen Augen glitzerten.
„Gibt’s was Neues?“, fragte Ursula
„Unser Herr Mansberg. Tot. Ermordet.“
„Waaas?“
„Ja, ermordet. Sagt jedenfalls Frau Wenig.“
„Kann man‘s denn glauben? Und wer war’s?“
„Die Polizei steht erst am Anfang mit ihren Ermittlungen.“ Diese Floskel kannte Ursula aus zahlreichen Fernsehkrimis. Daher wird sie wohl auch Frau Baumberger haben, dachte sie.
„Sagt Frau Wenig?“
„Ja, die wohnt in der Nachbarwohnung und die Wände sind ziemlich dünn.“ Aha.
„Wann isses denn passiert?“
„Vor drei Tagen.“
Das kann nicht sein, dachte Ursula, das hätte sie längst gehört. Es blieb so leicht nichts verborgen in der Seniorenresidenz. Erst recht nicht sowas. Da stimmte was nicht. Eine von beiden hatte eine zu lebhafte Fantasie, entweder die Wenig oder die Baumberger. Nur jetzt keine Zweifel zeigen, dann redet sie nicht weiter.
„War es Raubmord?“
„Wohl kaum, was war bei dem denn zu holen?“
„Na, wenn man ihn reden hörte …“
„Ich weiß, leitender Angestellter – bei einer Bank?«
»Ja, Bankdirektor, da kommt im Laufe des Lebens doch was zusammen.“
„Nicht, wenn man eine anspruchsvolle Ehefrau hat.“
„Ja, kann sein, sie putzte sich gern heraus, immer etwas overdressed. Auch schon tot.“
Schweigeminute.
„Ich geh zu Edeka und Sie?“, fragte Frau Baumberger.
„Ich muss erst noch zur Buchhandlung Weber, guten Einkauf.“ Ursula schwenkte nach links ab.

Sie musste dann natürlich auch zu Edeka, des Kaffees wegen. Und wen sieht sie da am Tchibostand: Mansberg.
Wusste sie’s doch, die Todesnachricht war aus der Luft gegriffen. Aber vielleicht war was …
„Guten Tag, Herr Mansberg, geht’s gut, gibt’s was Neues?“
„Ja, weiß Gott! Die Polizei war da.“ Ach.
„Was ist denn passiert?“
„Herr Obermeier soll ermordet worden sein.“
„Herr Obermaier? Ermordet?“
„Ja. Tot. Erschlagen oder so.“
„Woher wissen Sie das denn?“
„Frau Wenig hat es mir gesagt, sie wohnt ja nebenan – und die Wände sind dünn.“ Aha.
„Wann ist denn das passiert?“
„Gestern. Ich selbst habe ja nichts mitbekommen, obwohl ich auf derselben Etage wohne. Das musste ich auch der Polizei sagen. Die fragte nachmittags bei mir nach, ob ich etwas gehört oder gesehen hätte. Was passiert war, haben sie mir natürlich nicht gesagt.“
„Wer mag denn wohl der Täter sein? Jemand aus dem Haus – oder aus der Verwandtschaft?“
„Es ist wohl noch nichts bekannt, die Polizei ermittelt in alle Richtungen.“
Auch den Spruch kannte Ursula.

Von wem stammte denn nun die Fehlinformation? Frau Wenig oder Frau Baumberger? Herr Mansberg hatte seine Krawatte zurechtgerückt – seinen Kaffee in den Wagen gepackt und ging Richtung Kasse. Da war nichts mehr zu holen. Hielt sich eigentlich noch recht gerade für sein Alter. Kürzlich den Neunzigsten gefeiert.

Da – Frau Baumberger, immer noch beim Einkauf.
„Hallo Frau Baumberger, wissen Sie, wen ich eben getroffen habe?“
„Nein.“
„Herrn Mansberg.“
„Waaas?“, sagte Frau Baumberger und stützte sich auf die Gondel mit dem Tiefkühlgemüse.
„Ja, quicklebendig. Wusste aber auch was von Polizei und Mord: Herr Obermaier. Übrigens auch ein Nachbar von Frau Wenig.“
„Sollte ich mich denn so verhört haben? Mein Gehör ist in Ordnung. Mansberg – Obermeier – nein, das kann nicht sein.“
„Außerdem soll es nicht vor drei Tagen, sondern gestern gewesen sein. Wie steht es eigentlich um die Gesundheit von Frau Wenig?“, fragte Ursula.
„Sie hat ihre Sinne durchaus beisammen – falls Sie auf so etwas anspielen.“

Die beiden Damen hatten ihre Einkäufe erledigt und machten sich auf den Rückweg zu ihrer Burg. In der Eingangshalle erwartete sie eine Überraschung: Obermeier. Er stand an der Rezeption und verhandelte leise über irgendetwas. Immer wieder strich er sich über seinen fast kahlen Kopf.
Es war an Frau Baumberger, nachzuforschen, schließlich war ihre Information: Mansberg. Auch wenn Ursula Beckstein behauptete, ihn gesehen zu haben … Sie wartete bis Obermeier fertig war. Diskretion war Ehrensache.
„Herr Obermeier, lange nicht gesehen, alles in Ordnung?“
„Ja, natürlich, Frau Baumberger und guten Tag Frau Beckstein. Gut eingekauft, die Damen?“ In keiner Weise angeschlagen, der Herr Obermeier. Und nun?
„Es gibt ein Gerücht, dass Ihnen etwas passiert sein soll,“ ergriff Ursula die Initiative.
„Passiert? Du lieber Himmel, was heißt das denn?“
„Mord.“
„Kommen Sie erst mal beiseite, so etwas will hier niemand hören.“
Außer Reichweite der Damen an der Rezeption, im Schutze des üppigen Blumenstraußes, der die Halle verschönerte.
„Aber wissen Sie etwas?“ , fragte Ursula.
„Ja, zum Thema Mord weiß ich etwas – Herr Mansberg!“
„Tatsächlich?«
Die beiden Damen sahen sich an.
»Aber ich habe eben mit ihm gesprochen.“
Obermeier trat einen Schritt zurück.
„Dann hat man ihn anscheinend doch nicht verhaftet.“
„Verhaftet??“
„Verhaftet??“
Die beiden Damen wie aus einem Mund.
„Die Polizei war bei mir, fragte, ob ich etwas gehört hätte. Man erwähnte Frau Wenig und die Wohnung Mansberg. Daraus habe ich geschlossen … Was passiert war, haben sie natürlich nicht gesagt.«
„Aber wer ist denn nun ermordet worden? Ist überhaupt jemand ermordet worden?“
„Keine Ahnung, vielleicht sollten wir Frau Wenig fragen?“

Mörder haben gute Gründe

Heute sind endlich die zehn Exemplare gekommen, nun kann ich anfangen zu verschenken. Ich hätte doch besser den Blocksatz gewählt, aber beim Hochladen des Textes bildeten sich auf jeder Seite ziemlich große Lücken in den Zeilen. Nun fransen die Zeilen aus – aber diese Ausgabe ist ja sozusagen Handarbeit. Als E-Book gibt es die Kriminalgeschichten immer noch zu 0,99 EUR, zum Beispiel bei Amazon.