Archiv der Kategorie: Uncategorized

Heimliches Gift

medizinflasche
Mein Krimi ist inzwischen bei einer sehr kritischen Testleserin gelandet und ich bin mächtig gespannt, was sie dazu sagen wird. Sicherlich werde ich noch das eine oder andere streichen oder ergänzen müssen. Grobe Fehler wird sie mit Sicherheit nicht finden, denn ich habe zwei Rechtschreibprogramme bemüht. Und irgendwie bin ich ja auch des Deutschen mächtig, sonst hätte ich gar nicht angefangen zu schreiben.
Worum geht es eigentlich in diesem Krimi: Ruth Bergmann, pensionierte Finanzbeamtin und ihre Freundin Eveline van Osten machen sich Gedanken darüber, was es wohl bedeuten könnte, dass eine Nachbarin, die lange kränklich war „plötzlich und unerwartet“ gestorben ist. Es gibt drei Möglichkeiten – können Sie raten, welche das sind? Da die Lösung erst nach 200 Seiten klar ist, wird es wohl Mord sein. Oder?

Magical Mystery Tour

Anfang August habe ich über ein Buch berichtet, das ich mit großer Begeisterung gelesen habe: Magical Mystery Tour oder die Rückkehr des Karl Schmidt, von Sven Regener. Die Typen, die diese Tour durch Deutschland veranstalteten, konnte ich mir gut vorstellen, nicht aber die Musik, die sie produzierten: Techno. Das konnte ich gestern Abend nachholen im Film zum Buch. Techno von BummBumm-Records. Sozusagen die Bebilderung und Vertonung des Kampfes von Karl Schmidt gegen seine Multitoxvergangenheit. Der durch ein kleines Happy-End belohnt wird.

Weiter überarbeiten

Damit demnächst ein mindestens formal erstklassiger Krimi das Licht der Welt erblickt, arbeite ich hart. Was sich da alles an Fehlern einschleicht, wenn man flott seine Gedanken zu Papier bringt. Ich kann allerdings versprechen, dass in naher Zukunft Leseproben da sein werden.
Bis dahin vielleicht ein Blick auf „Seniorenstories“, bei denen es eine Neuerung gibt. Sophie Lange hat auch einiges über ältere Herrschaften zu erzählen – mit viel Humor, und sie wird mir immer wieder neue Geschichten schicken, die ich bei den Seniorenstories veröffentliche.
Ich freue mich sehr darüber.

Dat ärme Dier

Eine Geschichte aus der Eifel von Sophie Lange.
Zugegebenermaßen kein Krimi, aber doch eine lesenswerte Geschichte, wer schmunzelt nicht gern mal.
Sophie Lange hat übrigens auch ganz andere Geschichten zu bieten. Ich bedanke mich bei ihr für diese hier.

„Wo haben Sie denn Schmerzen?“ fragte der Arzt. Es war Visite und der Arzt stand mit einer Assistenzärztin am Bett von Mariechen. Diese sah den Arzt ernst und etwas traurig an: „Ich hann keen Ping, ich haan bloss et ärm Dier.“ Der Arzt schien verwirrt: „Wie bitte was?“ Mariechen seufzte. Der Arzt schien sie nicht zu verstehen. Vielleicht war er ein Ausländer, ene Imi, aus Düsseldorf oder Essen.
Die Ärztin sprang hilfreich ein. „Die Patientin hat keine Schmerzen“ übersetzte sie das Eifeler Platt und erklärte dann kurz den Sachverhalt. „Sie ist gestürzt, aber außer einem verstauten Knöchel ist nichts passiert.“
„Wieso sind Sie gefallen?“ wollte der Arzt nun wissen und schaute Mariechen tief in die Augen.
„Mer wurde eemol so schummrig im Kopp und do merk ich: Ich falle und do log ich at op de Hengesch.“ Die Ärztin übersetzte brav: „Sie hatte einen Schwindelanfall.“
„Haben Sie das schon öfter gehabt?“, war die nächste Frage des Arztes. Nun kam Mariechen echt in Bredouille. Wenn sie jetzt wahrheitsgemäß mit „ja“ antwortete, durfte sie bestimmt nicht nach Hause. Aber lügen durfte man ja nicht im Krankenhaus. Wie hieß es doch in dieser Ärztesoap: „Sie müssen die Wahrheit sagen, sonst machen Sie sich strafbar.“ Oder war das eine andere Sendung? Der Arzt machte sie noch ganz dörcheneen und ramdösig,
Doch schließlich rang sie sich zu einer Antwort durch. „Doheem ist mir at ens schummrig wurde, do hann ich mich flott hingesetzt, eene Opgesetzte gekippt und dann wor et wieder jot.“ Geduldig wartete der Arzt die Übersetzung ab, dann wurde die nächste Frage auf Mariechen abgeschossen.
„Und was war jetzt anders?“ Mariechen schüttelte den Kopf. War der doof!
„Do wor nix zu setze“, erklärte sie unwirsch „und do ben ech gefalle, ob de Hengesch.“
„Das müssen wir abklären“, sagte der Arzt nun zu seiner Begleitung, sprach von EKG und EEG, von Röntgen und Blutuntersuchung und lauter so ’n Käu (Verzäll). Die Ärztin notierte eifrig.
„Ich well no heem“, versuchte Mariechen die Untersuchungen abzuwimmeln. „Ich moss en der Gaade. Überhaupt: em Krankenhuus hann ich immer et ärm Dier. Doheem net.“
„Was hat die denn immer mit diesem Tier“, flüsterte der Doc seiner Dolmetscherin zu. Die wisperte zurück. „Schubhafte Depressionen“. Trotz der leisen Töne hatte Mariechen genau verstanden, was die beiden Flüstertüten meinten.
„Ich hann keen Dipressen, ich haan nur et ärm Dier.“
„Dann geben Sie ihr ein Antidepressivum,“ sagte der Arzt ungeduldig zu seiner Gehilfin und mit wehendem weißem Kittel verließ er das Zimmer. Doch Mariechen rief noch schnell hinterher.
„Ich will keen Anti. Do helft am beste och ene Opjesetzte.“ Aber die Götter in Weiß waren schon zum nächsten schwierigen Fall unterwegs.
—————————————————————————————————————————-
Und falls auch Sie ab und zu dat ärme dier haben, dann hilft vielleicht auch Ihnen der Opjesetzte. Sophie Lange liefert auch gleich das Rezept dazu. 
Opgesetzte, Aufgesetzter    Brombeer – Aufgesetzter
Zutaten
1 1/2 kg Brombeeren, frische oder andere Beeren)
300 g Kandiszucker (Grümmelkandis), braun
1 Vanilleschote(n)
2 Flaschen Schnaps, Weizenkorn 38 %, 0,7 l
1/2 Flasche Weinbrand, 40 %, 0,7 l
Zubereitung
Arbeitszeit: ca. 20 Min. Ruhezeit: ca. 42 Tage / Schwierigkeitsgrad: simpel /
Als Gebinde benutze ich immer 3 l-Schnapsflaschen aus der Gastronomie.
Die kalt abgewaschenen und abgetropften Brombeeren und den Kandis abwechselnd in 3 Schritten in die Flasche füllen.
Die Vanilleschote längs einschneiden, etwas aufklappen und nach halber Füllung dazu geben. Anschließend den Weinbrand und den Weizenkorn einfüllen. Das Gefäß mit einem Korken (bei 3 l-Flaschen passen auch Sektkorken) verschließen und einige Male wenden, damit sich alles etwas vermischt.
Bei ca. 20 Grad für mindestens 6 Wochen in einem dunklen Raum lagern und alle 2-3 Tage einige Male wenden.
Nach Ende der Lagerzeit zuerst durch ein gröberes, dann durch ein Teesieb gießen und in Flaschen nach gewünschter Größe abfüllen.
Chefkoch.de
In jedem Haus in der Eifel wurde früher so ein Schnaps angesetzt. Oft stand die Flasche auf der Fensterbank. Hier stand sie zwar nicht immer im Dunkeln, doch man vergaß zumindest das Drehen nicht.
 

Überarbeiten

Da kommt wirklich noch sehr viel Arbeit auf mich zu. Was sich da allein an Füllwörtern wie schon, noch oder ja eingeschlichen hat. Das muss raus. Und es gibt tatsächlich holprige Formulierungen – das hätte ich nicht gedacht 😉

Ein Rekord

„Gut gemacht! Deine Fotos waren mindestens 5.000 Mal hilfreich für andere – ein neuer Rekord für dich auf Google Maps.“
Das wird mir heute mitgeteilt. Es handelt sich um einige Bilder, die ich aus der achten Etage des Maritim am Rande der vorjährigen Frankfurter Buchmesse gemacht habe. Als Fotografin hatte ich bisher noch nicht geglänzt…
Man kann sie übrigens nicht nur ansehen, sondern auch herunterladen.

Cover Heimliches Gift

Gestern bekam ich einen ersten Entwurf für das neue Cover. Er wird inzwischen überarbeitet. Dieses Mal ist die Szenerie etwas heller, was man sieht entspricht dem Inhalt des Krimis und seinem Titel. So sollte es auch sein. Der Grafiker heißt Alessandro Miglio, er lebt und arbeitet in Mailand. Die Verbindung kam über eine Agentur zustande, die in Australien ihren Sitz hat. Globalisierung auf allen Gebieten.