Archiv des Autors: poettgen

Über poettgen

Ich bin längst nicht mehr berufstätig, daher im Netz unterwegs. Das hält munter. Meine website ist omas-surfbrett.de, eine Unterdomain ist omas-krimi.de

Ganz viel Hochdahl – Erkrath-Hochdahl

Heute ein unterhaltsames Stündchen mit einer Journalistin – Tanja Bamme – verbracht. Ich habe ihr erzählt, wie man Krimis schreibt und sie schreibt etwas darüber im Lokalanzeiger Erkrath, speziell im Teil „Menschen in Hochdahl“. Ich gehöre jetzt also dazu. Ich nehme die Gelegenheit wahr, nochmal auf einen Beitrag zu verweisen, den ich kürzlich über Hochdahl geschrieben habe: Hochdahl am Rande von …

Das verschwundene Manuskript – allerdings kein Krimi

Ich lese seit vielen Tagen ein Buch mit dem interessanten Titel „Das verschwundene Manuskript“. Jeden Abend eine halbe oder auch mal anderthalb Stunden. Trotzdem habe ich erst 40 Prozent geschafft. Das Buch ist von Gustav Freytag, ist um 1850 geschrieben, also authentisch aus einer vergangenen Zeit. Wirklich passieren tut nix, um das mal so salopp zu sagen. Ich werde gründlich in die Probleme der Landwirtschaft jener Tage eingeführt, weiß wie viel Personal auf einem Gutshof beschäftigt wird und was dort erzeugt wird: Weizen zum Beispiel. Ein weiterer Komplex ist das Leben in einer kleinen Universitätsstadt. So handfest die Leute auf dem Land sind, so skurril sind die Verhältnisse in der Stadt.
Das Buch hat natürlich auch seine Protagonisten: Professor Felix Werner, Doktor Fritz Hahn, die schöne Ilse, die Tochter des Gutsherrn. Alle gutaussehend, intelligent und erfolgreich. Sie bekommt ihn – den Professor.
Und was hat es mit dem Manuskript auf sich? Es ist wichtig, könnte eine Sensation sein. Ein verlorener Text des Tacitus. Professor Werner erhält einen Hinweis und geht ihm mit Doktor Hahn nach. Wo ist es? In einem fernen Kloster ist der Text abgeschrieben worden, in den Wirren des dreißigjährigen Krieges versteckt. Wo? Im Gutshaus, siehe oben. Vielleicht. Ich hoffe, dass ich das in den nächsten 60 Prozent des Buches erfahren werde. Inzwischen lese ich von den Bürgern, die die kleine Stadt und von den Akademikern, die die Universität bevölkern. Von ihren kleinen Streitereien, den Intrigen unter den Professoren mit den gleichen Wissensgebieten, ihren Eitelkeiten. Wieder taucht ein Schnipsel Papier auf, das auf Tacitus schließen lässt – eine Fälschung. Dadurch werden auch einige der Damen der Gesellschaft in die Sache verwickelt. Machen übrigens eine gute Figur.
Ich habe noch nicht herausgefunden, was mich veranlasst, immer weiter und weiter zu lesen. Nichts Weltbewegendes – aber anscheinend spannend für mich. Heute Abend geht’s weiter und irgendwann berichte ich vom weiteren Fortgang.

Was ist los am Kirchberg?

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Es sieht so aus, als würden im noblen Haus am Kirchberg Medikamente verkauft: Tranquilizer. Und das bekommt nicht jeder Bewohnerin: Aufregung in der Empfangshalle – eine alte Dame bricht zusammen. Ein epileptischer Anfall, behaupten die Damen von der Rezeption. Kalter Entzug – sagt Eveline, die Freundin von Ruth Bergmann. Ein neuer Grund für Nachforschungen.

Magical Mystery Tour

Sven Regener
Magical Mystery Tour oder die Rückkehr des Karl Schmidt
Besagter Karl Schmidt erzählt und erzählt – lauter kurioses Zeug. Was vielleicht daran liegt, dass ihm von ärztlicher Seite bescheinigt wurde, er sei ein Multitox. Was heißt: Zigaretten, Alkohol, Gras und so weiter. Der erste Teil zeigt das Leben des Herrn Schmidt in einer drogentherapeutischen Einrichtung, einer WG in Hamburg-Altona – nicht wirklich normal. Ehemalige Kumpel sind mit BummBumm-Records zu Reichtum gekommen und brauchen Charlie – so hieß er bei ihnen – als Chauffeur für ihre Magical Mystery Tour, er muss ja nüchtern bleiben. Das Bumm Bumm der Raver macht es Charlie schwer, den Versuchungen zu widerstehen, aber im Notfall hilft ja Wegrennen so sein Therapeut. Das Magische: Auflegen von Platten aus eigener Produktion, einige Stunden ungesunden Schlafs von acht bis zwölf in billigen Hotels. Der Größte Erfolg „HalloHillu! Eine tolle Tour durch Deutschland und die Szene, witzig, humorvoll mit irren Details; anrührend der Kampf von Charlie, der wieder Karl sein will. Bewundernswert: Sätze, die auch schon mal über anderthalb Seiten geführt werden. Verdientermaßen Spiegel-Bestseller.

Dokumente retten

Ich habe einen Hinweis gefunden, wie man nicht gespeicherte Word-Dokumente wiederfinden kann. Es kann ja mal passieren … Ich hoffe, dass es tatsächlich so läuft, wie geschrieben. Kürzlich hatte ich einen solchen Fall, habe die Datei nur durch Zufall wiedergefunden. Besser ist es, wenn man was Konkretes zur Hand hat.

Neues aus dem Haus am Kirchberg

Freundinnen unter sich
Johanna saß in der Cafeteria, sie hatte einen Salat bestellt, weil sie zu faul war, sich selbst ein Abendessen zuzubereiten. Außer ihr saß hier und da eine einsame alte Dame oder ein einsamer alter Mann. Auch schon mal zwei Herren, die sich wortkarg unterhielten. Sie kannte die anderen nur vom Sehen. Man begrüßte sich freundlich beim Hereinkommen und wünschte sich einen guten Appetit. Ob den alle hatten? Johanna eigentlich auch nicht, aber einen Salat kann man ja immer essen, auch ohne.
Es war ganz still in dem großen Raum – bis die beiden Freundinnen hereinschneiten und mitten im Raum an Tisch fünf Platz nahmen. Das Abendessen mussten sie nicht bestellen, das wurde schnell gebracht, sie haben ein Abendessen-Abonnement. Offensichtlich jeden Abend zu faul, sich etwas zu machen.
Heute Abend war es ein Pfannkuchen, gefüllt mit Champignons in einer Soße, dazu ein bisschen Salat.
„Mir schmeckt das gar nicht“, sagte Ilse.
„Aber wieso, ist doch lecker“, sagte Marianne.
„Für dich vielleicht, ich mag es nicht.“ Pause.
„Hallo, hallo Bedienung“, rief Ilse.
„Ich komme. Was gibt es denn?“
„Ich mag das Essen nicht.“
„Tut mir leid.“
„Ich möchte was anderes, ein Butterbrot vielleicht.“
„Tut mir leid, aber das hätten Sie eher sagen müssen.“
„Wieso?“
„Sie haben doch schon mit dem Essen begonnen.“
„Ja, aber ich mag es nicht.“
„Ich kann Ihnen natürlich belegte Brote bringen, aber die müssen Sie dann extra bezahlen.“
„Wieso?“
„Weil es im Abonnement entweder das vorgesehene Essen gibt oder aber Butterbrote, beides gibt es nicht für dasselbe Geld.“
„Das finde ich nicht richtig.“ Pause. Aufmerksame Stille an den anderen besetzten Tischen.
„Was wollen wir denn nun machen?“, fragte die Bedienung, immer noch höflich.
„Ich weiß es nicht.“
„Ich kann Ihnen Brote bringen, aber nicht umsonst.“
„Das finde ich kleinlich. Gut, dann esse ich den Pfannkuchen, obwohl er mir überhaupt nicht schmeckt.“
„Wie Sie wollen“; sagte die Bedienung und flüchtete. Schweigen an Tisch fünf.
Johanna schmunzelte vor sich hin. Sie hatte schon öfter Gespräche zwischen den beiden Freundinnen mitbekommen. Eine von beiden war schwerhörig.
„Weißt du, dass Isoldes Tochter demnächst heiratet?“
„Ach. Na, das wurde aber auch Zeit. Die ist doch bestimmt schon an die dreißig.“
„Mindestens.“ Pause. „Sie heiratet in weiß.“
„Und das bei der Figur.“
„Weißt du, Marianne, ich hatte ja schon als zwölfjähriges Mädchen einen solch üppigen Busen wie jetzt.“
„Ach, ich nicht, ich war platt wie ein Brett, und so ist es geblieben.“ Aufmerksame Stille an allen Tischen. Johanna konnte nicht glauben, was sie da hörte.
„Aber da gibt es doch Möglichkeiten, Marianne.“
„Ja, natürlich, ich habe immer Blusen mit Rüschen getragen und darunter, weißt du …“ Es folgte eine intensive Einführung in die Möglichkeiten, aus nichts etwas zu machen. Johanna wagte einen Blick in die Runde und sah, dass besonders die beiden Herren, die nahe am Tisch der Freundinnen saßen, total verstummt waren.
Ein paar Tage später erfuhr Johanna bei einem weiteren Essen in der Cafeteria, dass aus der Hochzeit in weiß nichts wird – der Bräutigam war irgendwann aus der Kirche ausgetreten. Aus welcher, erfuhr sie allerdings nicht.

Mord am Kirchberg: Unter Verdacht

Amazon teilt mir mit, dass ein Buch von mir, dass eigentlich gar nicht mehr auf dem Markt sein sollte, jetzt wieder zu haben ist. Zu 26,84 Euro. Das Buch gibt es seit einem Monat mit einem anderen Titel und einem anderen Cover zu 10,00 Euro. Da wohl kaum jemand so blöd sein wird, 26,84 Euro zu bezahlen für etwas, das er auch für 10,00 Euro haben kann, werde ich nichts dagegen unternehmen.
Es handelt um Band zwei der Kirchberg-Krimis „Mord am Kirchberg: Unter Verdacht“.
Das ist der aktuelle Band zwei

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