Ich lerne lesen – vor Publikum

April 21st, 2017

Am kommenden Dienstag, dem 25. April, im Schloss Morsbroich, Leverkusen, um 18.30 Uhr

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Wir lesen zu dritt: Heinke, Brigitte und ich

Mord am Kirchberg: Unter Verdacht

April 19th, 2017

Auch für den zweiten Band der Kirchberg-Krimis wird jetzt eine Woche geworben. Das E-Book ist also ab sofort für 0,99 Euro zu haben. Danach dann 2,99 Euro.
Wo? Bei Amazon.

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Eine neue kleine Geschichte

April 18th, 2017

… aus dem Leben im Haus am Kirchberg. Sie hat den Titel „Höllenfahrt“. Viel Spaß 😉

Susanne hatte fast fünf Minuten auf den Aufzug gewartet. War von einem Fuß auf den anderen getreten. Um diese Zeit, kurz vor der Mittagsmahlzeit, war das keine Seltenheit. Aber es trübte die Stimmung immer aufs Neue. Von der siebten Etage zu Fuß bis ganz unten zum Speisesaal, das wollte sie ihren Knien nicht zumuten. Der Aufzug war dann ganz leer und sie ging gleich durch bis an die hintere Wand. Er würde nicht leer bleiben. Schnell noch ein Blick in den Spiegel, ja, die Bluse saß und die Frisur auch.
Auf der sechsten Etage wartete das Ehepaar Schmidt-Schleiermacher, sie im Rollstuhl. Beide hocherfreut über so viel Platz. Ungewohnt um diese Zeit. Manchmal hatte der Aufzug Launen und brachte Leute von den unteren Stockwerken nach oben, obwohl sie eigentlich alle nach unten zum Mittagsessen wollten. Man begrüßte sich freundlich. Susanne machte eine Bemerkung über den schicken roten Pullover und fragte nach dem Befinden. Mäßig, wie immer.

Fünfte Etage: zwei Damen samt Rollator, beide. Sie beklagten sich lautstark, dass sie so lange hatten warten müssen. Die Insassen zu begrüßen, wie es eigentlich üblich war in diesem vornehmen Haus, ersparten sie sich heute. Schmidt-Schleiermachers und Susanne sahen sich an: was will man auch erwarten … Nicht alle hatten ihr Niveau. Der Fahrstuhl setzte sich mit Verzögerung in Bewegung, weil Frau Marbach unbedingt sofort ihren Rollator drehen wollte, halb auf der Schiene des Aufzugs. Der stieß ein mahnendes Fiepen aus, ungehört. Frau Stein, die zweite Dame, schob sich schweigend neben den Schmidt-Schleiermacher-Rollstuhl.

Vierte Etage: Herr Lautstark, Susanne murmelte den Spitznamen und wartete gespannt. Und tatsächlich: „Würden Sie sie bitte den Rollator so stellen, dass auch ich noch hinein passe?“ Laut, weil schwerhörig, ergänzte Susanne bei sich. Frau Marbach ruckelte an ihrem Gerät, es tat sich nichts. „Wie blöd kann man sein – Sie müssen in der Mitte hochziehen, dann klappt er zusammen.“ Der Rollator.
„Wie reden Sie denn mit mir?“ Frau Marbach war zu recht empört und stellte ihre Bemühungen ein. Der Aufzug ließ wieder sein mahnendes Geräusch hören, gefühlt viel schriller als eben. Herr Lautstark stand voll auf der Schiene, griff jetzt nach der Schlaufe auf dem Rollator von Frau Marbach und brachte ihn tatsächlich in eine Position, die ihm, dem Herrn Lautstark erlaubte, in den Aufzug hinein zu kommen. „Guten Tag, meine Herrschaften, was gibt’s denn da zu glotzen?“ Laut. Alle richteten sofort ihre Blicke zu Boden – Streit mit Lautstark – nein, danke. Man war nun zu fünft. Herr Lautstark hatte reichlich Platz. Wer wollte schon mit ihm in Tuchfühlung sein.

Dritte Etage: Frau Klein mit Krücken. „Würden Sie bitte etwas Platz machen, Sie sehen doch, dass ich behindert bin.“ Ja, das sah man, aber wie sollte man sich aufstellen, damit Frau Klein samt Krücken Platz hatte? „Frau Marbach, sie könnten Ihren Rollator drehen und der Rollstuhl, kann der nicht noch etwas weiter nach hinten?“ Offensichtlich war Frau Klein ans Kommandieren gewöhnt. Der arme Mann, dachte Susanne. Und schrie auf: „Halt, meine Füße.“ Der Rollstuhl war mit einem Ruck bewegt worden. Herr Schmidt-Schleiermacher war nicht der Übeltäter. „Stellen Sie sich nicht so an“, zischte Frau Klein. Sie lehnte sich jetzt bequem an die Wand, die Krücken zur Abwehr vor ihrem Bäuchlein versammelt. Bäuchlein, so nannte sie, was andere eine Wampe nannten. So etwas fiel Susanne ein, die Sinn für Gemeinheiten hatte.

An der zweiten Etage hielt der Aufzug ein weiteres Mal. Herr Bergmann, ein etwas schüchterner grauhaariger Mann, versuchte, einen Platz zu ergattern. Die schräg gestellten Krücken hinderten ihn daran.
„Warum müssen Sie unbedingt mit diesem Aufzug fahren, Sie haben doch dahinten einen anderen auf dieser Etage. Zu faul die paar Schritte zusätzlich zu laufen.“ Frau Klein war nicht zu bremsen. Der schüchterne Herr Bergmann wisperte: „Der Aufzug ist kaputt.“ Keine Entschuldigung von Frau Klein. Herr Lautstark nickte ihr zu.

Und auf der ersten Etage: Frau Angenfort, gut gelaunt wie immer. „Da sind wir ja wieder alle zusammen. Ja, wenn es an die Krippe geht.“ Sie lachte fröhlich. Niemand sonst.

Erdgeschoß. „Na dann wünsche ich guten Appetit.“ Frau Angenfort, immer noch gut gelaunt und freundlich, verließ den Aufzug als Erste und nahm Kurs auf den Speisesaal. Frau Klein hatte ihre Krücken in Position gebracht, dem schüchternen Herr Bergmann gelang gerade noch der Sprung aus dem Aufzug. Herr Lautstark, oh Wunder, ließ Frau Klein mit einer höflichen Geste den Vortritt. Die ließ sich Zeit, versperrte breitkrückig den Weg, so dass Frau Marbach keine Möglichkeit hatte, ihren Rollator in Stellung bringen. Man sah ihr deutlich an, dass sie versucht war, Herrn Lautstark in die Hacken zu fahren. Da man sich kannte, verkniff sie sich die kleine Rache, drehte sich um und grinste Susanne an. Die stand immer noch auf ihrem hinteren Platz, festgenagelt vom Rollstuhl, der seinerseits noch nicht in Richtung Ausgang bewegt werden konnte.
Frau Schmidt-Schleiermacher hatte die Augen geschlossen, sichtlich entnervt. Warum mussten sie auch auf der sechsten Etage wohnen – jeden Tag die gleiche Höllenfahrt.

Band eins

April 17th, 2017

Am 10. April hatte ich darauf hingewiesen, dass die Einführungsphase – mit einem Preis von 0,99 Euro – bald endet. Und tatsächlich haben das einige von Ihnen zum Anlass genommen zu kaufen. Ich bin zwar nicht geldgierig, freue mich aber natürlich darüber.

Frohe Ostern

April 16th, 2017

blumen

Resonanz

April 14th, 2017

Heute hat mir Freundin Marga berichtet, dass sie viel Freude an meinem Krimi gehabt hat. Fünf Stunden lang ist er ihr vorgelesen worden. Bei ihr kommt zum Verständnis natürlich dazu, dass sie das Haus am Kirchberg tatsächlich kennt. Erfreulich ist für mich, dass eine so intelligente Frau bis zum Schluss nicht herausgefunden hatte, wer der Mörder oder die Mörderin ist. Spannung muss sein beim Krimi.

Der fast neue Band zwei

April 12th, 2017

Das mit den ein zwei Tagen war vorsichtig gedacht, ich war ja an Schlimmes gewöhnt – nicht bei Amazon. ABER – nach einer Stunde war das Buch gelistet. Das ist Service.

Neuigkeiten

April 11th, 2017

Nun ist auch mein Band zwei: „Mord am Kirchberg Unter Verdacht“ zu Amazon gewandert und dort in ein zwei Tagen zu bekommen. Das neue Cover habe ich ja schon hier vorgeführt. Ich bin gut beschäftigt und habe tatsächlich keine Langeweile.

Schluss mit lustig

April 10th, 2017

In drei Tagen endet die Einführungsphase für die Neuauflage „Mord am Kirchberg“ zum kleinen Preis von 0,99 EURO. Danach kostet es 2,99 EURO, was durchaus angemessen ist 😉

Im schönen Gerresheim …

April 8th, 2017

… bekannt auch aus meinen Kirchberg-Krimis 😉 war ich gestern Abend zu einer Lesung mit Jörg Marenski: „Rheinstadion“. Die Lesung wurde ausgerichtet vom Kulturkreis Gerresheim. Es war spannend, obwohl ich das Buch gelesen und auch besprochen hatte. Jörg Marenski liest nicht einfach, er stellt dar.

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„Rheinstadion“