Zwei Mal vier Sterne

Januar 16th, 2017

… habe ich inzwischen für Mord am Kirchberg II Verdacht eingeheimst. Das ist sehr erfreulich. Ich höre auch von Nachbarinnen und sogar von einem Nachbarn, der Kriminalhauptkommissar in Düsseldorf gewesen ist: spannend – ihr Krimi. Was will man mehr.

Inca Vogt

Januar 14th, 2017

Verlorene Kinder
Wie hört sich das an: Verlorene Kinder? Gar nicht gut. Da sind Mütter, die ihre Kinder vermissen: leider tot geboren. Mütter, die sich ihre Kinder bestellen, möglichst ähnlich müssen sie ihnen sein. Passt das Söhnchen dann doch nicht – weg damit. Lieber doch ein Töchterchen. Kinder sind das ganz große Geschäft für clevere Hintermänner, Kinder sind nicht billig. Und Eltern, deren Adoptionspapiere gefälscht sind, sind erpressbar. Zwei Mal Kasse machen. Eine Kinderwunschklinik vermittelt auch Leihmütter – warum nicht? Eine Ebene tiefer – in jeder Hinsicht – ein Profiteur. Er ist Handlanger und Täter auf eigene Rechnung. Die Opfer: junge, verzweifelte Mädchen, drogenabhängig, Straßenkinder, auch sie verloren, und verschwunden. Es gibt verschwiegene Ärzte und Kliniken. Und wenn es gar nicht anders geht, werden ihre Leichen am Stadtweiher gefunden. Und wie so oft, sind Täter auch Opfer, in diesem Fall Opfer eines religiösen Wahns.
Aber es gibt auch Toni Amato, die ehrgeizige Journalistin. Leider ein wenig zu ehrgeizig, sie bringt sich mit „Undercovereinsätzen“ in Lebensgefahr. Von Amtswegen: Chris Kante vom BKA. Und wie das so ist, wenns ums große Geld geht, da werden auch Beamte schwach. Kante weiß nicht mehr, wem sie trauen kann.
Der Thriller Verlorene Kinder ist der dritte Band einer Reihe und daher kommen Bezüge zu den vorherigen Handlungen vor. Freut Leser, die auch die ersten Bände kennen, stört Neulingen aber nicht, sie sind geschickt eingewoben. Dieses Mal bleiben nicht viele Fragen offen.
Psychothriller, veröffentlicht Dezember 2016, zur Zeit nur E-Book aber 0,99 Euro!
Bestseller bei Amazon unter Thriller

Schnee

Januar 13th, 2017

So könnte es in anderen Teilen Deutschlands aussehen, tatsächlich ist es ein Bild aus Kanada, das ich im Zusammenhang mit der Buchbesprechung Bernadette Calanego gespeichert hatte. Auf dem Kirchberg liegt nur ein kleines bisschen Schnee, es lohnt sich nicht, das zu zeigen.

foto

Ina Kramer

Januar 12th, 2017

110 Gedichte
Ich und die Besprechung eines Gedichtbandes … Unmöglich. Aber wenn die Autorin selbst so sagt:
110 Gedichte
Meistens gereimt – formstreng – und von unterschiedlichem Versmaß – oft lustig – manchmal auch nicht – aber immer knackig
dann trau ich mich doch. Zumal, wenn im Inhaltsverzeichnis so etwas steht wie: Zu gutur lutzt
Am meisten interessiert mich natürlich „Dichters Freud und Leid“. Ein Blick in die Dichterwerkstatt von Ina Kramer, denn von ihr stammt ja dieser Gedichtband:
„Die erste Zeile schenken die Götter,
doch schon bei der zweiten beginnt das Geknötter.
……
Die letzte strahlt süß und lobt: gut gemacht, Dichter!“
So kommt es doch zu einem befriedigenden Ende.
Am liebsten würde ich weiter zitieren, oder zumindest Überschriften anbieten, aber dann wäre es ja keine Besprechung. Wer erwartet, einen zweiten Goethe oder Rilke vorzufinden – der ist hier falsch. Zumal es sich nicht um einen Autor, sondern um eine Autorin handelt. Goethinnen oder Rilkinnen hört sich irgendwie falsch an.
Aber, wie dem auch sei, eine richtige Besprechung wird’s einfach nicht: Am besten Ihr lest es selber: Zum Schmunzeln, zum Lachen, zum Kopfschütteln oder Zustimmen, zum Erschrecken und zum Nachdenken, zum Reime-Nachzählen oder Plattitüden-Rügen beipflichten. Die deutsche Sprache ist doch eigentlich eine schöne.
Da man natürlich auch etwas Kritisches sagen muss bei einer seriösen Besprechung: In der Danksagung am Ende gibt es einen Rechtschreibfehler. Zu wessen Lasten geht der wohl?
110 Gedichte, erschienen Dezember 2016, Tb 8,00 Euro, E-Book 2,49, zu haben überall wo es Bücher oder E-Books gibt, auch bei Amazon.

Über Kunst, die an Wänden hängt

Januar 11th, 2017

Ich habe da einen sehr interessanten Artikel über den Umgang mit Kunst gelesen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Man sollte sich halt ab und zu Gedanken darüber machen, warum einem dies oder jenes gefällt oder nicht gefällt. Es lohnt sich, glaub ich.

Mord am Kirchberg II Verdacht

Januar 6th, 2017

Meinem zweiten Krimi geht es wie meinem ersten: Er wird von Hand zu Hand weitergereicht. Was meinem Portemonnaie nicht so gefällt, aber wichtiger ist doch, dass es meinen Leserinnen gefällt, sonst würden sie ihn ja nicht an Freundinnen und Verwandte weitergeben.

Aufregung um Tolino

Januar 5th, 2017

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, ein E-Book zu lesen, das wissen Sie aus Erfahrung. Eines davon ist Tolino. Da hat es eine Aufregung gegeben: Telekom steigt als Technikpartner aus. Ein Japaner wird einsteigen, also wird es international. Die Buchhandelsketten Thalia, Hugendubel und Weltbild bestimmen weiterhin die Linie, schließlich verkaufen sie die Bücher.
Für Leserinnen und Leser bleibt alles beim Alten. Wer es ausführlich nachlesen möchte, hier.
Viel Spaß auch weiterhin mit den Morden am Kirchberg, egal mit welchem Gerät.

Der neueste Mord am Kirchberg

Januar 4th, 2017

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Er ist schon passiert, der neueste Mord am Kirchberg. Diesmal ist es ein Giftmord. Und Ruth Bergmann hat noch keine Ahnung davon! Aber ich kann schon mal verraten, dass da eine gewaltige Arbeit auf sie wartet, bis dieser nicht natürliche Tod geklärt ist.

Inca Vogt

Januar 3rd, 2017

Gebrannte Kinder

Grässlich verstümmelte Leichen von Menschen, in deren Vergangenheit die Betreuung von elternlosen Kindern eine Rolle gespielt hat … Da kommt ein Verdacht auf: Rache. Und als Racheengel wird der Täter von der Polizei und von den Journalisten bezeichnet. Es ergibt sich eine Zusammenarbeit zweier gegensätzlicher Frauen, einmal Toni Amato, die Journalistin, zum anderen Chris Kante, die Kommissarin. Toni Amato sieht in ihrer Story die Möglichkeit, sich einen festen Job zu sichern, Kante hat die Aufgabe, den Täter zu ermitteln und zu verhaften. Auf der anderen Seite – Täterseite ? – David Frensen, der seit Kurzem unter quälenden Erinnerungen leidet. Gregor, sein Bruder, der ihm helfen will, seine Erinnerungen zu bewältigen. Sind sie übrigens wirklich Brüder? Wie es sich für einen Thriller gehört: Spannung bis zur letzten Szene. Wer mit dem Thema Kindesmissbrauch nichts zu tun haben möchte, sollte das Buch nicht kaufen. Alle anderen werden erschüttert sein vom Schicksal der hilflosen Wesen und Mitgefühl auch für den Rächer aufbringen.

Psychothriller, erschienen im Februar 2015, 520 Seiten, Tb 13,99 – E-Book 2,99 EURO

Gute Vorsätze

Januar 1st, 2017

Nicht meine eigenen, sondern eines der 110 Gedichte aus dem neuen Gedichtband von Ina Kramer.

Gute Vorsätze
Ich war echt nett mein ganzes Leben
und hab es allen recht gemacht,
hab, ungern zwar, doch viel gegeben
und Opfer noch und noch gebracht.
Ab morgen ist’s damit vorbei!
Und sagt mir wer: Goldesel, streck dich!
Erwidere ich fröhlich: Leck mich!

Ich hab bewirtet viele Gäste,
gekocht, dem Fast-Food-Trend zum Hohn,
und meistens Frisches, selten Reste,
doch Undank war der Wirtin Lohn.
Mit Kochen ist es auch vorbei!
Und hör ich’s rufen: Tischlein deck dich!
Zeig ich den Finger und sag: Leck mich!

Ich hab um manchen Reim gerungen,
nicht mich noch meinen Stift geschont.
Doch wurde je mein Lied gesungen?
Ward meine Mühe je belohnt?
Mit Verseschmieden ist’s vorbei!
Kommt dennoch wer auf den Geschmack
und bittet mich im Sonntagsfrack
um ein Gedicht, dann sag ich: Zack!
Und lass den Knüppel aus dem Sack.

Ina Kramer, 110 Gedichte, 8,00 Euro, überall zu bekommen, wo es Bücher gibt. Hier aufgenommen mit Genehmigung der Autorin